Die meisten Menschen kaufen ein Kissen nach Gefühl im Laden. Nachts liegt man dann aber acht Stunden darauf, und das Gefühl im Laden sagt wenig darüber aus, ob der Kopf wirklich gerade liegt. Die Kissenhöhe ist der wichtigste Punkt, und sie hängt von zwei Dingen ab: deiner Schlafposition und deiner Schulterbreite.
Seitenschläfer: die Lücke zwischen Schulter und Kopf
In Seitenlage muss das Kissen den Abstand zwischen Matratze und Ohr füllen. Bei breiten Schultern sind das schnell 10 bis 12 Zentimeter. Ist das Kissen zu flach, kippt der Kopf nach unten und der Nacken knickt ab. Ist es zu hoch, kippt er nach oben. Beides hält die Nackenmuskeln die ganze Nacht unter Spannung.
Rückenschläfer: weniger Höhe, dafür Halt im Nacken
Auf dem Rücken liegt der Kopf näher an der Matratze. Hier reichen meist 6 bis 8 Zentimeter. Wichtig ist, dass der Nacken nicht in der Luft hängt, sondern aufliegt. Kissen mit Nackenmulde legen den Hinterkopf tiefer und stützen den Nacken mit einer Welle.
Bauchschläfer: so flach wie möglich
In Bauchlage dreht sich der Kopf zur Seite. Jeder Zentimeter Höhe verstärkt diese Drehung. Bauchschläfer fahren mit sehr flachen Kissen am besten, oder sie versuchen, auf die Seite zu wechseln.
Der Test zu Hause
Leg dich in deiner Schlafposition hin und lass jemanden von der Seite oder von oben schauen: Liegt die Wirbelsäule in einer Linie mit dem Kopf? Wenn nicht, ist das Kissen zu hoch oder zu flach. Ein Kissen mit zwei Höhen, das man einfach umdreht, spart dabei den Kauf eines zweiten.
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Hinweis: Das ist eine allgemeine Orientierung, keine medizinische Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden bitte ärztlich abklären lassen.
